Zur Lichtenberger Methode

Seit am Lichtenberger Institut ein besonderer Klangcode im Stimm- und Instrumentalklang, sowie im Ohr und in unserem Nervensystem entdeckt wurde, bewegt sich der Klang im Mittelpunkt der Pädagogik als orientierungsweisende Instanz. Ausgangspunkt war 1980 ein Forschungsprojekt am Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt, wo mittels umfangreicher physiologischer und akustischer Meßmethoden die Vorgänge beim Singen und Instrumentalspiel erfasst wurden. Erscheint in der „Klanggestalt“ eine „insektenhafte Geräuschhaftigkeit“, die sogenannte Brillanz (hör- u.meßbare Formantengruppe im Frequenzspektrum eines Stimm- oder Instrumentalklanges bei 3,5 u. 8000Hz), werden rückkoppelnde Vorgänge im Körper, insbesondere im Ohr, in Gang gesetzt. Erhebliche Auswirkungen sind dabei auch auf unsere Haltung, Atmung und Bewegung, im Sinne von Selbstregulation und Eutonus, zu beobachten. Das Erkennen einer besonders tiefen sensorischen Beziehung unseres Nervensystems zum Klang, führte nach und nach zu einem völlig neuen Ansatz in der Stimm-und Instrumentalpädagogik.


"Über die Energie und Berührungsqualität führt uns der Klang direkt zu unseren Stimmfunktionen und körperlichen Befindlichkeiten und befähigt uns wahrzunehmen in welcher Art und Weise z.B. der Kehlkopf „singt“, wie sich Gewebe für Klang zur Verfügung stellt und ob sich Körperräume in Klangräume verwandeln."

Gleichzeitig ist diese „freiwillige Bereitstellung“ von Muskeln, Gewebe etc. Vorraussetzung für eine Klangentwicklung in Richtung Brillanz.

Willkürliches Eingreifen und kontrollhaftes Verhalten während des Singens, Musizierens (z.B. Atemstütze, Stimmsitz, Muskelanspannung) können in den Hintergrund treten, sich sogar auflösen und einem Erleben höchster Selbstregulation unserer Singeorgane, unseres gesamten Organismus Platz machen. In der Folge entstehen beim Sänger und Instrumentalisten Empfindungen wie Leichtigkeit und Mühelosigkeit bei gleichzeitigem Zugewinn an Klangraum und höchster innerer Lebendigkeit. Die Auswirkungen auf unsere Handlungsmuster beim Musizieren lassen vermuten, daß auch unser „Sein im Alltag“ von dieser veränderten Empfindungsfähigkeit berührt wird.

Das Mehr an Stimmumfang und Volumen, eine erhöhte Tragfähigkeit des Klanges, sowie größere Altersunabhängigkeit könnten dann fast schon als Nebeneffekt bezeichnet werden und stellen sich „ganz wie von selbst“ ein...

für weitere Informationen:

www.Lichtenberger-Institut.com

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